Sanofi
Alter

Die Gelenkflüssigkeit (Synovia, Synovialflüssigkeit) ist für den Schutz und die Schmierung des Gelenks verantwortlich, und ihre Fähigkeit, diese Funktionen wirksam zu erfüllen, hängt im Wesentlichen von der hoch elastoviskösen Substanz Hyaluronan (HA) ab. Hyaluronan wirkt bei starken Stößen (z. B. beim Laufen) elastisch und bei langsameren Belastungen (z. B. beim Gehen) viskös. Somit verleiht HA der Gelenkflüssigkeit die Eigenschaft, das Gelenk bei schnellen Bewegungen abzufedern und bei langsameren Bewegungen zu schmieren. Bei gesunden Menschen sind altersbedingt wesentliche Veränderungen in den elastoviskösen Eigenschaften der Gelenkflüssigkeit festgestellt worden.1

Der größte Unterschied betrifft die Fähigkeit der Gelenkflüssigkeit, bei stark belastenden Aktivitäten effizient Energie zu speichern. Die Gelenkflüssigkeit älterer Gelenke hat stark verringerte elastische Eigenschaften und vermag deshalb das Gelenk nicht mehr so wirksam vor stark belastenden Aktivitäten zu schützen. Die viskösen Eigenschaften der Gelenkflüssigkeit werden mit zunehmendem Alter ebenfalls beeinträchtigt, wenn auch nur in geringerem Maße.2

Durch Bewegungsmangel infolge der Schmerzsymptomatik kann es zur Schwächung der Muskulatur und zur Lockerung des Bandapparates kommen. Dies führt zur Beeinträchtigung der Gelenkstabilität und zu einer zunehmenden Verletzungsanfälligkeit. Hinzu kommt als verschlimmernder Faktor die abnehmende Reaktivität der Zellen auf Wachstumsfaktoren, die normalerweise die Reparaturvorgänge nach Verletzungen stimulieren.Zusätzliche Veränderungen in der Verteilung von kalzifiziertem und nicht kalzifiziertem Gewebe führen zu einer erhöhten Anfälligkeit des Knorpels gegenüber Belastungen.

 

1Balazs EA. Viscoelastic properties of hyaluronic acid and biological lubrication. Univ Mich Med Cent J 1968:255-9.
2Balazs EA, Denlinger JL. Sodium hyaluronate and joint function. J Equine Vet Sci 1985;5:217-28.
3Felson DT, Zhang Y. An update on the epidemiology of knee and hip osteoarthritis with a view to prevention. Arthritis Rheum 1998;41(8):1343-55.

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