Sanofi
Gelenkverletzungen und Überbelastung (posttraumatische Arthrose)

Gelenkschäden können infolge von schweren Verletzungen des Gelenks oder nach langjähriger gleichförmiger Belastung auftreten. Schwere Traumata, wie z. B. Bänder-, Muskel- oder Knorpelverletzungen, können zu einer Veränderung der Biomechanik des betroffenen Gelenks führen, so dass sich die Auswirkungen normaler Gelenkbelastungen verstärken. Es hat sich gezeigt, dass Männer nach einer schweren Knieverletzung ein 5- bis 6-mal so hohes Risiko für eine Kniearthrose haben als Männer ohne Knieverletzung.1

Das Arthroserisiko erhöht sich auch durch eine stets gleichförmige Gelenkbelastung. Berufe, die ständiges Knien und Hocken erfordern, gehen mit einer höheren Prävalenz der Kniearthrose einher, als es normalerweise zu erwarten wäre. Aktivitäten, die anscheinend in einem kausalen Zusammenhang mit der Arthrose stehen, sind das Gehen langer Strecken auf unebenem Boden und das Heben von schweren Lasten. Normalerweise nicht von der Arthrose betroffene Gelenke können gefährdet sein, wenn sie dauernd überbelastet werden, wie zum Beispiel die Armgelenke von Arbeitern, die ständig mit dem Druckluftbohrer arbeiten.2

Sportler sind besonders anfällig für eine Arthrose, da sie einerseits ihre Gelenke stark und gleichförmig beanspruchen und andererseits häufig schwere Gelenkverletzungen erleiden, wie etwa beim Laufen und Springen. So hat z. B. eine Erhebung gezeigt, dass bei 32 % der untersuchten ehemaligen Fußballprofis eine Arthrose diagnostiziert wurde.3

 

1Felson DT, Zhang Y. An update on the epidemiology of knee and hip osteoarthritis with a view to prevention. Arthritis Rheum 1998;41(8):1343-55.
2Felson DT. The epidemiology of knee osteoarthritis: results from the Framingham Osteoarthritis Study. Semin Arthritis Rheum 1990;20(3 (Suppl 1)):42-50.
3Drawer S, Fuller CW. Propensity for osteoarthritis and lower limb joint pain in retired professional soccer players. Br J Sports Med 2001;35(6):402-8.

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