Sanofi
Oberes Sprunggelenk

Zur Injektion des oberen Sprunggelenkes gibt es zahlreiche Techniken, im Folgenden wird die anteromediale Injektion/Punktion dargestellt.

Der Patient liegt in Rückenlage auf der Untersuchungsliege und „rutscht“ so weit auf der Liege fußwärts, bis der komplette Fuß über die Liege hinaushängt. Bei der palpatorischen Orientierung ist zunächst die A. dorsalis pedis zu ertasten, diese kann mit einem entsprechenden Stift markiert werden. Sofern erwünscht, kann auch die V. saphena durch die Anlage eines Stauschlauches einfach dargestellt und ggf. markiert werden.

Als anatomische Landmarken dienen der mediale und laterale Malleolus, die mediale Talusrolle und die bei aktiver Dorsalextension des Fußes einfach zu palpierende Sehne des M. tibialis anterior. Eine vorherige Arthrosonographie kann zudem hilfreich sein.

Die Injektion/Punktion (Nadel 22–23 G) erfolgt bei einer Dorsalextension von 90°. Nach Palpation des medialen und lateralen Malleolus liegt das OSG etwa 1–1,5 cm oberhalb der gedachten Verbindungslinie der Malleoli. Bei vielen Patienten lässt sich mit dem Zeigefinger von distal kommend die vordere Rolle des Talus und die distale Tibiavorderkante palpieren. Der Injektionspunkt liegt im Dreieck zwischen dem medialen Malleolus, der Sehne des M. tibialis anterior und der ventralen Rolle des Talus. Der Einstich erfolgt nach entsprechender Desinfektion im 90°-Winkel zur Hautoberfläche, bis die Gelenkkapsel penetriert wird, in der Folge dann absenken der Injektionskanüle, so dass die Nadel im vorderen Recessus zu liegen kommt (àVermeidung von iatrogenen Schädigungen des Gelenkknorpels): Nach Aspiration etwaiger Synovialflüssigkeit kann ein Volumen von 1,5–3 ml injiziert werden. (Tipp: Da die Injektion/Punktion des oberen Sprunggelenkes zum Teil sehr schmerzhaft ist, kann eine Lokalanästhesie der Einstichstelle hilfreich sein.) Nach der Injektion sollte ein Kompressionsverband angelegt und das Bein für einige Minuten hoch gelagert werden.

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